Er hält den Alubecher in der Hand, der noch übrig ist. Er gießt ein bisschen Wasser aus dem Kanister drüber und beginnt zu singen:
„What a life I lead in the summer
What a life I lead in the spring
What a life I lead in the winded breeze
What a life I lead in the spring“
Ganz unverhofft kommt dieser Song seit eingigen Wochen immer wieder aus dem Mund des Tellerwäschers. Aber immer wenn er nach draußen geht, frische Luft atmet und die Sonne sein Gesicht streift. Deshalb bedeutet dieser Song für den Tellerwäscher mittlerweile, die Natur zu erleben. Und jetzt steht er hier am Ufer eines Bachs mitten in einem Wald und wäscht das Camping-Geschirr, dass er und seine Reisetruppe vorhin beim Essen benutzt haben. „So fühlt sich Leben an“, denkt sich der Tellerwäscher und atmet tief ein und langsam wieder aus.
Und die Fleet Foxes waren mit diesem Song sein Begleiter in den vergangenen Monaten. Sie haben ihm das Leben und seine Umwelt wieder nähergebracht. Die Fleet Foxes, die ihm in ihrer jungen und zum Teil naiven Natürlichkeit so viel Freude bereitet haben. Und diese Natürlichkeit ging ihm so lange abhanden. Er musste wieder ins Gleichgewicht kommen und jetzt steht er hier im Wald.
„What a life I lead when the sun breaks free
As a giant torn from the clouds
What a life indeed when that ancient seed
Is a berry watered and plowed“
Singt der Tellerwäscher weiter, gedankenversunken mit einem wohligen Gefühl und mit keiner Angst, dass auch mal der Winter wieder kommt. „Komm, Feuerholz sammeln!“, ruft eine Stimme und holt ihn zurück in die reale Welt. Er stellt den Alubecher ab und macht sich weiter an die Arbeit.
